31. Januar 2015

12tel-blick im januar


auch wenn ich keine kamera habe (nicht mehr, noch nicht), sondern mein handy das motiv einfangen muss. ich mache mit beim 12tel-blick von Tabea Heinicker und ihrem fotoprojekt. jeden monat - zwölfmal im jahr - ein foto von einem persönlichen aussichtspunkt.

mein aussichtspunkt: das fenster im treppenhaus zwischen erdgeschoss und 1. stock.
der blick gerichtet auf: den garten, noch genauso unfertig wie das haus aus dem ich fotografiere.
aufnahmedaten: 21.01.2015, 16:20 uhr

so ergeben sich übers jahr bestimmt eine menge veränderungen: jetzt im winter steht die sonne schon tief und bescheint nur noch die spitzen der olivenbäume, in einer halben stunde wird sie untergegangen sein. es hat gut geregnet im januar, überall ist grün aus der erde gekommen, kraut und unkraut. noch darf es wachsen wo es will. aber ich habe schon pläne für eine kontrolliertere bepflanzung.

schauen wir was der februar bringt.

18. Januar 2015

damals

... im november 2012 hatte ich überraschend alle drei kinder für eine woche zu hause, mitten im schuljahr. gazakrieg, die erste. eine ganz neue erfahrung. nicht die einfachste woche seit unserem umzug nach Israel: täglich raketenalarm und regen, hausarrest unter verschärften bedingungen.
alleine hätte ich mich ja einfach stundenlang vor den fernseher gesetzt und mich von chips und schokolade ernährt, ... aber mit kindern. da musste versuchen einen rhythmus, struktur und beschaeftigung in unsere tage zu bekommen. wenn schon draussen chaos, dann wenigstens drinnen ruhe und frieden. (im gegensatz zu den menschen in gaza waren wir in rahat ja nicht wirklich in gefahr, nicht unser leben, allenfalls unseren nerven waren bedroht ...).
und da, im november 2012, habe ich die diy-blogger entdeckt. diese wunderbare spezie, die mir und meinen kindern unzählige ideen und vorlagen geliefert hat, zum basteln, malen und backen. so habe ich Sandra alias "Lila-Lotta" entdeckt (wohnt doch ganz in der nähe von meinen eltern, so ein zufall) und mich durch das ganze archiv von "Hamburger Liebe" gelesen in dieser zeit.

und in diesen regenreichen winterferientagen habe ich wieder blogger-anregungen bekommen. diesmal von "Müllerin Art" und ihrem muster-mittwoch.



die idee mit dem zwiebeldruck in preussisch blau fand ich einfach zu lustig.




obwohl der mandarinendruck geruchstechnisch netter war.




aber auch kartoffeldruck macht spass.
und verwendung haben die drucke auch schon gefunden:



als briefpapier...



oder kalenderglatt in der küche.

das thema vom muster-mittwoch bei "Müllerin Art" vom januar 2015 ist übrigens "architektur" und dazu ist uns das da eingefallen:





sehen unsere häuser in rahat doch anders aus. moosgummidruck mit wasserfarbe.



noch eine anmerkung zum schluss: ich muss zugeben, dass diese drucke mir doch am meisten spass gemacht haben. die kinder haben nach ein paar proben lieber frei hand gezeichnet.

9. Januar 2015

einfach nur zufrieden

bin ich mit meinem fertigen quillt. das finish ist einfach, aber es erfüllt seinen zweck. und so habe ich für unseren langen und heissen israelischen Sommer eine leicht decke. perfekt!




danke liebe Uli alias "Königskind" für dieses projekt, für deine mühen. dir weiterhin viel glück mit deinem konzeptladen. sollte ich mal durch Friedberg kommen, werde ich bestimmt bei dir vorbei gucken.

8. Januar 2015

rotwein und currywurst

beim frühstück blättere ich durch die "Zeit-Online" und stolpere über einen artikel mit dem titel "Die Welt ist mir zu viel - Entschleunigung" von Julia Friedrichs. man hat einen neuen zeitgeist ausgemacht, den rückzug aus dem öffentlichen leben ins private, als kleingärtnernder-selbstbackender dauerbastler. menschen, die sich "vor allem für stressabbau und handarbeiten interessieren...".

und plopp - ich fühle mich ertappt. die meinen mich und meinen hang zur diy-blogger-szene. meine liebe zum nähen und stempeln, zu "Instagram" und "Pinterest", alles mainstream des neuen Biedermeiers.
vielleicht soll ich mit dem bloggen gleich wieder aufhören (obwohl noch gar nicht richtig begonnen).

frustriert wechsel ich von "Der Zeit" zu "Bloglovin" (wenn schon weltflucht, dann auch richtig und zwar sofort). und da finde ich im blog von Luzia Pimpinella (diy-bloggern keine unbekannte) den post über "#JeSuisCharlie". und da wird mir klar. es geht beides. häkeln und politische aufmerksamkeit. "Landlust" und "Spiegel".

das leben ist vielfältig. man kann rotwein trinken und pommes mit currywurst lieben. man kann sticken und dabei das "Auslandsjournal" gucken.

nach dieser erkenntnis präsentiere ich ungehemmt meinen selbstbestrickten schal bei "RUMS - Rund ums Weib am Donnerstag".



immer zwei rechts, zwei links.


ganz, einfach, damit das ding auch noch in diesem winter fertig wird.