19. Dezember 2015

milchtütendruck

milchtütendruck

Tabea Heinicker und Michaela Müller alias "Müllerin Art" und ihre "advent mail art 2015", so gerne hätte ich mit gemacht. aber ich kenne die israelische post. es kommt jeder brief an, früher oder eben später (manchmal auch viel später). zwar ist post im postfach immer schön, aber adventspost im februar ist wie sonnencreme ende oktober, irgendwie nicht mehr nötig.
aber ich verfolge mit spannung die beiträge derer, die sich getraut haben. und natürlich habe ich mich trotzdem an den milchtütendruck gemacht. völlig unbedarft. selbst die kinder wollten gleich mitmachen (als wochenendnachmittagshighlight).

aber dann katastrophe. nichts wollte klappen. die rillen liefen voller farbe und auch die flächen färbten sich ganz unregelmässig, im ganzen ein grosses geschmiere. dabei hatte sich alles so einfach angehört bei Tabea.
ich wollte schon alles abbrechen als ich auf der walze das saubere negativ meines motivs entdeckte. ich rollte die walze über das papier und hatte einen wunderschönen druck. so ging das also.

Ismail druckt 
das negativ

der druck
auch mal katzen

am ende des ersten tages

und dann haben wir gedruckt zwei wochenenden, denn durch Tabea hatte ich nicht nur die idee zum drucken, sondern auch gleich noch die vorlage um aus den drucken ein geschenk zu machen: den kalender-vordruck.

endprodukt (oh, nein, ein fehler, und der Kalender ist schon in der post; nun ja, künstlerische freiheit)

projekt geglückt. glücklich. und nun interessant zu beobachten, dass noch andere so ihre schwierigkeiten mit dem milchtütendruck hatten und wie unterschiedlich es alle gelöst haben.

alles wird gut.

16. Dezember 2015

Winterwald

...ist das thema des mustermittwochs im dezember (mehr Informationen bei "Müllerin Art"). und obwohl "mein" winterwald nun schon seit sechs jahren ein "israelischer" winterwald ist...

aufgenommen am letzten wochenende, nord-negev


hatte ich gleich ein "deutsches" bild im kopf: schneebedeckte kahle zweige... geschmückte tannen... und dann habe ich ein bisschen gekritzelt und ein bisschen gemustert 



und dann war auch schon keine zeit mehr... klausurenphase in der schule, mit drei schulkinder ein stressige zeit, auch für eltern. meine winterpost. geschenke nach deutschland verschicken... 

und so ist es bei der "winterwald-kritzelei" für den "mustermittwoch" von "Müllerin Art" geblieben.

25. November 2015

federleicht gemustert

mossgummi auf karton, bepinstelt mit wasserfarbe, gedruckt auf druckerpapier. federn für den mustermittwoch bei "Müllerin Art".


das motiv gefällt mir. auch wenn ich zwischenzeitlich eher an ähren oder blätter denken musste.


nur die materialien... da werde ich mich wohl mal auf die suche machen müssen. vielleicht linoleum aus dem teppichladen oder stempelhalter vom schreiner? da vermisse ich die gut sortierten deutschen "bastelbedarfgeschäfte".


oder ich muss meinen hebräisch wortschatz um "craft and diy"-vokabeln erweitern, damit das online-shopping nicht immer erfolglose stunden verschlingt.

nun: not macht erfinderisch.

18. November 2015

so einfach ist es nicht

... das mustermachen. bei jedem versuch steigt mein respekt.

"Komische Vögel"
aber spass macht es. so dass man nicht aufhören kann.
mal gucken wer sonst noch gemustert hat beim mustermittwoch von "Müllerin Art".

11. November 2015

einfach nur so

mein lieblingsmuster

es ist ja nicht so, dass ich nichts zu tun hätte. und damit meine ich jetzt nicht meinen haushalt, der sisyphus-artig täglich auf's neue bearbeitet werden muss. nein, ich meine zum beispiel meine stricknadeln und die viertel-fertigen jacke auf dem sofa, die geklebten schnittmuster im nähzimmer, das achtel-fertiggelesenen buch von kermani auf dem nachttisch oder den wunsch mein hebräisch oder wahlweise arabisch zu verbessern.
aber jedes mal, wenn ich die muster von "Müllerin Art" sehe, juckt es mich in den fingern und ich suche mir einen bleistift und fange an zu zeichnen.

erste skizzen am abend


und diesmal konnte ich gar nicht wieder aufhören. erst dreiecks-hühner, dann kreis-küken. und irgendwann kreis-vögel. die dann zu kugeligen orangen-piepmatzen wurden.

moosgummidruck

ich habe gezeichnet was mir in den sinn kam, einfach nur so. mich kindisch gefreut. tierischen spass gehabt an den farbspielereien am computer.

erste spielereien am computer

und ich glaube: die geschichte ist noch nicht zu ende.

rote vögel für die weihnachtspost?
guckt doch mal rein beim mustermittwoch von "Müllerin Art". ich verlinke mich hiermit beim vogelmustermittwoch im november.

13. Juni 2015

#frühjahrsputzimstoffregal

... und meine stoffkiste wird zwar nicht leerer (wie auch, wenn ich zwischendurch einfach neue stoffe kaufe), aber es verschwinden doch ein paar stoffschätzchen. und ich entdecke, dass es wirklich schöne, aber trotzdem einfach und schnell zu nähende Schnitte gibt.


 einer ist der Kinderröckli-schnitt von Schnabelina. gleich zweimal habe ich ihn schon genäht. und gefällt.


nur mit den größen komme ich irgendwie nicht zu recht. der grüne rock war für meine jüngste geplant (größe 98), passt aber nun der mittleren (größe 122).


und den gestreiften habe ich in 164 für die große zugeschnitten und der sitzt nun wirklich eng am bund, obwohl die maße laut tabelle eigentlich passen müssten. wer weiß was ich wann wo verkehrt gemacht habe!? egal, hauptsache es gefällt.


und so verlinke ich mich hiermit bei #Frühjahrsputzimstoffregal von @Fruehstueckbeiemma (die orangen streifen zählen, oder?).


wer lust hat kann mir auch per instagram über die schulter schauen.

30. Mai 2015

gar nicht so einfach


12tel-blick im Mai

... das mit dem 12tel-blick (aktion von Tabes Heinicker, wobei aktion eigentlich das falsche wort ist. es geht ja eher um ein innehalten, wie sei selber schreibt.). das erste bild habe ich noch aus dem rohbau gemacht. aber dann kam der innenausbau. dauernd waren handwerker auf der baustelle. und schon das zweite bild bereitete mir schwierigkeiten: morgens habe ich noch daran gedacht, aber im laufe des tages wieder vergessen. und dann fand ich das richtige fenster bzw. die richtige perspektive nicht mehr.
dann kam der umzug, ein krankes kind, internet-pause und und und...
aber eigentlich gefällt mir der 12tel-blick zu gut. so habe ich mich heute nochmal auf die suche nach dem anfangsbild im januar gemacht. bin an alle infrage kommenden fenster gegangen. und dazwischen immer wieder zum computer gelaufen und habe verglichen.

12tel-blick im januar
und nun habe ich das bild wiedergefunden: es ist das äussere südfenster im ersten stock mit sicht auf unseren kleinen garten mit schuppen, gerahmt von der strasse und dem nachbargrundstück.

das mai-foto ist mittags aufgenommen worden. zwar habe ich angefangen die beste zu bepflanzen, aber die kinder haben den garten fest im griff. ein spielparadies mit all seiner unordnung.

ich zeig euch auch noch die bilder von februar bis april. aber ich werde diese perspektive wohl bis april nächsten jahres fortführen (falls nichts dazwischen kommt), damit es einheitlich wird. und ich hoffe ich darf mich trotzdem noch verlinken, aber man lernt ja nie aus.

12tel-blick im februar

12tel-blick im märz
12tel-blick im april

25. Mai 2015

blau muss weg




warum? weil Emma alias "Frühstück bei Emma"einen "Frühjahrsputz im Stoffregal" macht. und wenn Emma das macht, mach ich das auch. denn das ist der motivationsschub, den ich immer brauche...



von alleine. nix.
aber dafür sind blogger ja da, zum inspirieren, mitreißen und manchmal eben auch zum schubsen. danke dafür, emma.

der schnitt ist übrigens eine Frida 2.0 von  "Milchmonster". ich liebe pumphosen (bei den kleinen). und Yasmina auch wie man sieht.



nur der bund braucht noch ein gummi als verstärkung, sonst rutsch es. aber sonst macht die hose alles mit (und ist jetzt nach der fotosession schon das erste mal in der wäsche.



das war die blaue woche, ab morgen wird es grün.




die sache mit den dreiviertel-ärmeln


 was tut man, wenn die ganze welt auf dreiviertel-ärmel zu stehen scheint, man selbst aber nur langärmelig aus dem haus gehen mag? alle die schönen blusen und kleider im laden wieder zurückhängen? alle schnittmuster umändern? oder gar bei 35ºc noch eine jacke über- oder einen pullover drunterziehen?


weder noch. man zieht einfach nur ärmel drunter! so einfach und doch so clever, und dabei noch schön. draufgebracht hat mich Felicia Semple von "Craft Sessions" mit ihren merinoärmeln. eine schicke sache für kalte tage. (auf ihrem blog gibt es noch mehr zu entdecken, schaut mal rein.)


und mit diese ärmeln schlage ich gleich zwei fliegen mit einer klappe: die "sache mit den dreivierteln-ärmeln" ist geklärt und ich habe meinen blauanteil im stoffregal verkleinert (Emma alias "Frühstück bei Emma" und ihrem "Frühjahrsputz im Stoffregal" sei dank). ist doch blau, oder?


16. Mai 2015

veränderungen...



sind gut... wenn sie langsam daher kommen... man sich zeit für sie lässt.
ein umzug ist so eine veränderung... und ich habe mir die zeit genommen: erstmal ganz viel aussortieren, ausmisten, wegschmeissen, verschenken... aber auch wiederentdecken, neuentdecken... ordnen. auch die gedanken, gefühle... was hat mir gefallen, was mich gestört, was kann und will ich ändern...
und dann einräumen, wieder umräumen... angucken, fühlen... wieder umräumen... bis es passte, für diesen moment.

und sich dann wieder zeit nehmen... warten bis sich etwas passendes findet.

und dazwischen einfach glücklich sein.

13. Februar 2015

tunikakleid für Sumaya


es war gar nicht geplant, aber dann ist es ein geburtstagskleid für Sumaya geworden. (im bildhintergrund könnt ihr übrigens eine andere leidenschaft von mir entdecken).


aus den resten meines wiksten-tova-stoffes (guck hier), als testlauf. aber Lillesol und Pelle versprechen nicht zu viel wenn sie schreiben "Die Schnitte sind ganz einfach zu nähende Basisschnitte, die sowohl bei Anfängern als auch bei fortgeschrittenen Näherinnen im Handumdrehen den Kleiderschrank wieder auffüllen".


ich habe einen tag geklebt und geschnitten und zwei tage genäht. wo ich sonst ja eher zögerlich bin.

nur die richtigen knöpfe brauche ich noch (deshalb auch noch keine bilder von der rückseite). aber diesen schnitt werde ich auf jeden fall noch mal benutzen. vielleicht werde ich dann die ärmel kürzer machen und gleich eine nummer größer wählen.


schnitt: Lillesol und Pelle tunikakleid webware no. 31, grösse 122
stoff: laden in beer sheva (weiß den namen immer noch nicht!) und für die applikation reststoff aus meinem schrank.

regnerische grüße,
Maren 

7. Februar 2015

jerseykleid für Nawal


...ist es geworden. aus blumigem jersey, gekauft in dem kleinen stoffladen in Beer Shevas allstadt (ich sollte mir wirklich allmählich den namen merken). der bündchenstoff ist aus Deutschland (hier gekauft) und das schnittmuster von Lillesol und Pelle (basic no. 2 tunikakleid, größe 164).


nachdem ich das Schnittmuster zusammengeklebt hatte, wurde der stoff auf meinem zuschneidetisch ausgebreitet und das schnittmuster sowie der bündchenstoff dekorativ dazu gelegt. vorfreude auf mein projekt.


und so lag es denn dann einige zeit. vor dem zuschneiden habe ich nämlich immer ein wenig bammel. stattdessen habe ich mir erstmal ein schulheft geschnappt und es in ein projektheft verwandelt (da muss ich jetzt nur noch eintragen"fertig gestellt: 07.02.2015"). 


aber irgendwann habe ich mich überwunden. beherzt zugeschnitten und losgelegt.

hat auch alles wunderbar geklappt (ist ja auch wirklich ein anfängerschnitt), bis auf einen denkfehler bei den armbündchen. in der anleitung steht: "bündchen lang genug zuschneiden und dann je nach dehnbarkeit kürzen". nun, leider habe ich auf den einen seite mehr gedehnt als auf den anderen und nun sind die armausschnitte etwas verschieden weit (angezogen aber nicht der rede wert, finde ich.....). aber es wird mir auch kein zweites mal passieren,.... hoffe ich.



tragebilder gibts die tage, wenn Nawal denn will...

sonnige gruesse Maren

31. Januar 2015

12tel-blick im januar


auch wenn ich keine kamera habe (nicht mehr, noch nicht), sondern mein handy das motiv einfangen muss. ich mache mit beim 12tel-blick von Tabea Heinicker und ihrem fotoprojekt. jeden monat - zwölfmal im jahr - ein foto von einem persönlichen aussichtspunkt.

mein aussichtspunkt: das fenster im treppenhaus zwischen erdgeschoss und 1. stock.
der blick gerichtet auf: den garten, noch genauso unfertig wie das haus aus dem ich fotografiere.
aufnahmedaten: 21.01.2015, 16:20 uhr

so ergeben sich übers jahr bestimmt eine menge veränderungen: jetzt im winter steht die sonne schon tief und bescheint nur noch die spitzen der olivenbäume, in einer halben stunde wird sie untergegangen sein. es hat gut geregnet im januar, überall ist grün aus der erde gekommen, kraut und unkraut. noch darf es wachsen wo es will. aber ich habe schon pläne für eine kontrolliertere bepflanzung.

schauen wir was der februar bringt.

18. Januar 2015

damals

... im november 2012 hatte ich überraschend alle drei kinder für eine woche zu hause, mitten im schuljahr. gazakrieg, die erste. eine ganz neue erfahrung. nicht die einfachste woche seit unserem umzug nach Israel: täglich raketenalarm und regen, hausarrest unter verschärften bedingungen.
alleine hätte ich mich ja einfach stundenlang vor den fernseher gesetzt und mich von chips und schokolade ernährt, ... aber mit kindern. da musste versuchen einen rhythmus, struktur und beschaeftigung in unsere tage zu bekommen. wenn schon draussen chaos, dann wenigstens drinnen ruhe und frieden. (im gegensatz zu den menschen in gaza waren wir in rahat ja nicht wirklich in gefahr, nicht unser leben, allenfalls unseren nerven waren bedroht ...).
und da, im november 2012, habe ich die diy-blogger entdeckt. diese wunderbare spezie, die mir und meinen kindern unzählige ideen und vorlagen geliefert hat, zum basteln, malen und backen. so habe ich Sandra alias "Lila-Lotta" entdeckt (wohnt doch ganz in der nähe von meinen eltern, so ein zufall) und mich durch das ganze archiv von "Hamburger Liebe" gelesen in dieser zeit.

und in diesen regenreichen winterferientagen habe ich wieder blogger-anregungen bekommen. diesmal von "Müllerin Art" und ihrem muster-mittwoch.



die idee mit dem zwiebeldruck in preussisch blau fand ich einfach zu lustig.




obwohl der mandarinendruck geruchstechnisch netter war.




aber auch kartoffeldruck macht spass.
und verwendung haben die drucke auch schon gefunden:



als briefpapier...



oder kalenderglatt in der küche.

das thema vom muster-mittwoch bei "Müllerin Art" vom januar 2015 ist übrigens "architektur" und dazu ist uns das da eingefallen:





sehen unsere häuser in rahat doch anders aus. moosgummidruck mit wasserfarbe.



noch eine anmerkung zum schluss: ich muss zugeben, dass diese drucke mir doch am meisten spass gemacht haben. die kinder haben nach ein paar proben lieber frei hand gezeichnet.