13. April 2018

100% Gewinn


Ein Badehandtuch und eine Spardose... eine eher mickrige Ausbeute meiner lebenslangen Gewinnspielkarriere.
Und trotzdem versuche ich es schon wieder. Aber Michaela und Tabea (hier in Zusammenarbeit mit dem Haupt Verlag) habe mir den Mund auch ganz schön wässrig gemacht. Die beiden Büchern, die sie auf ihrem Post-Kunst-Werke Blog vorstellen, und ihre eigenen Beispielarbeiten lassen bei mir die "will ich auch haben"-Lampen aufblinken.

Daneben sind die Mitmachbedingungen aber auch ziemlich inspierierend:
"Wenn du eines der beiden Bücher gewinnen möchtest – und noch viel mehr – dann mache jemandem eine Freude mit einer selbst gestalteten Karte oder einer Collage."

Bei dieser Aktion kann mal also nur gewinnen. Mich hat sie auf die Idee gebracht aus meinen ersten Walzendruck-Versuchen zwei Postkarten zu gestalten, die sich jetzt schon auf dem Weg über's Mittelmeer befinden. Und die Schnipselreste sind in mein Skizzenbuch gewandert. Wunderbar, und erst der Anfang.

Und damit reihe ich mich in die LinkListe ein, in der Eva mit wunderschönen Collagen den Anfang gemacht hat. #hauptfrühlingsboten
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

4. April 2018

Was machst Du da, Mama?



Meine Kinder haben zwei Wochen Frühlingsferien. Ein Umstand, den ich nach all dem Prüfungsstress, dem Besuch meiner Eltern, der Zeitumstellung und auch einfach so ziemlich freudig begrüßt habe. Aber das bedeutet auch, Rufbereitschaft rund-um-die-Uhr und neugierige Kinderaugen, die alles mitbekommen wollen.

Das ist nicht gerade der geeignetste  Moment um die Technik des Linoldrucks nach dreißig Jahren Pause  mal in Ruhe ausprobieren zu wollen. Aber wie das so ist mit neuem Spielzeug, es ist schwer zu warten.

Dann ist es am besten, wenn man seine Kinder mitspielen lässt, auch wenn mir der Anblick der Schnittwerkzeuge in Kinderhände den Schweiß auf die Stirn trieb. Aber der zehn- und die neunjährige haben die Schnitzerei unverletzt gemeistert und die vierjährige hat ein paar Regentropfen geschnitzt und war dann mit der Rolle zufrieden, nein begeistert. 



Dazwischen durfte ich dann auch mal ein bisschen schnitzen. Nach dem Eye-Poetry-Beitrag habe ich mich an einem Mandela für Michaelas Mustermittwoch versucht.
Dabei sind Mandelas ja so gar nicht meins. Nach spätestens 10 Minuten verliere ich die Geduld mit ihnen, sowohl bei Zeichnen, als auch beim Anmalen. Und auch wenn ich die Natur-Mandelas bei Mano und Ghislana so wunderschön finde, selbst so etwas zu legen würde mich kribbelig machen.

Also dachte ich an ein ganz reduziertes Mandela, so wie man sie manchmal in Kirchenfenster entdeckt.

Gestern habe ich geschnitten und heute morgen ein paar Probedrucke gemacht. Mal gucken was mir im Laufe der Woche weiter dazu einfällt und was mich meine Kinder machen lassen.


Ich wünsche Euch eine schöne Woche
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

31. März 2018

Eye-Poetry 03/18

 Auf den letzten Drücker, und deshalb ohne viel Worte...



"Eine Weile standen sie schweigend da und lauschten dem Zwitschern und Rauschen, dem Brausen und Singen und Plätschern in ihrem Wald. Alle Bäume und alle Wasser und alle grünen Büsche waren voller Leben, von überall erscholl das starke, wilde Lied des Frühlings. "Hier stehe ich und spüre, wie der Winter aus mir herausrinnt", sagte Ronja. "Bald bin ich so leicht, dass ich fliegen kann."

aus Astrid Lindgren: 'Ronja Räubertochter' (Ronja Rövardotter)

Damit wünsche ich Euch schöne, friedvoll Ostern,
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

30. März 2018

12tel-Blick im März 2018




Jeden Monat ein Bild, gleicher Standpunkt, gleiche Perspektive. Und doch jedesmal anders. Das ist der 12tel Blick, von Tabea Heinicker in's Leben gerufen. Und auf ihrem Blog kann man sehen, was damit gemeint ist.

Der März-Bild hatte ich relativ früh im Monat aufgenommen, 9.3.18 11:05 Uhr, aber genauso sah es den ganzen März über aus. Also fast den ganzen März, ein paar windige Tage mit 38 Grad hatten wir auch und heute Nacht hat es sogar noch mal richtig geregnet. Die restliche Zeit: "heiter bis wolkig". Wunderbar für meine Eltern, die dem Winterwetter in Deutschland entflohen und hier Sonne tanken wollten. Deshalb ist auch jetzt, Ende März, der Blumenkasten immer noch nicht bepflanzt, obwohl genug Samen bereitstehen. 
Mal gucken was der April so bringt.
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

27. März 2018

Not macht erfinderisch (Frühlingspost 2018: zweiter Versuch)



Wer meinem künstlerischen Werkeln schon etwas länger zusieht weiß, ich bin ein stringenter Verfechter der "lowtechguerilla-Umsetzung". Ob Siebdruck mit dem Fliegengitter im Stickrahmen oder Moosgummistempel mit Wasserfarben, keine Frühlingspostkunst, die ich nicht mit dem hinbekomme, was ich im sowieso Haus habe.
Dies ist allerdings kein programmatische Lebenseinstellung, so im Sinne von Komsumverweigerung oder Minimalismus (da wäre ich ja mal up-to-date), sondern eher eine "Not-macht-erfinderisch"-Haltung.
Von Läden für Künstlerbedarf in meiner Nähe kann ich nur träumen (vor Moosgummi strotzende Bastelläden gibt es dagegen wie Sand am Mittelmeer). Selbst der israelische Onlineshop "ArtDepot" ist von deutschen Bestellmöglichkeiten weit entfernt (ich habe trotzdem schon zweimal dort bestellt und war sehr zufrieden mit dem Service; das nur am Rande für die Leser vor Ort).

Trotzdem wollte ich es bei der diesjährigen Frühlingsmailart etwas anders machen. Und da kam mir entgegen, dass meine Eltern Mitte März zu Besuch kamen. Da konnte ich vorab online in Deutschland bestellen. Fündig geworden bin ich bei dem Versandhandel "Gerstaecker" (ich vermute mal kein Geheimtipp des Künstlerbedarfs, für mich aber eine Offenbarung).
Schönes Papier, inspiriert vom Papierplausch von Michaela und Tabea vom Postkunstwerk-Blog, ein Linoldruck-Anfängerset (etwas, das ich schon immer mal ausprobieren wollte) und eine stabile Linoldruckwalze habe ich bestellt. Und daneben noch so viele Ideen für weitere Käufe gespeichert (dort gibt es zum Beispiel Geliplatten in vielen Grössen und Formen!).


Lange Rede kurzer Sinn. Heute habe ich mir die Walze geschnappt und nochmal den Druck mit der "Schablone-unter-dem-Blatt" ausprobiert. Da die Linoldruckwalze ziemlich hart ist, funktionierte das ganz gut. Ich habe noch weitere Motive ausprobiert, aber die zeige ich Euch noch nicht (strenge Geheimhaltung).
Die Schablone ist aus etwas festerer Pappe geschnitten, das Papier wieder einfaches Druckerpapier und die Farben Acryl.

Ich wünsche Euch eine schöne farbenfrohe Woche,
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

13. März 2018

Frühlingspost 2018: erste Versuche

Ich bin ja erst im Mai dran bei Michaelas und Tabeas "Frühlingspost 2018" (ein Mail-Art-Projekt; wer mehr wissen möchte, auch über ihre anderen gemeinsamen Projekte der schaue auf der Post-Kunst-Werk-Seite nach). Also noch eeeeeeewig Zeit. Aber die ersten Bilder anderer Teilnehmerinnen auf Instagram oder den jeweiligen Blogs machen mich ganz kribbelig. So viele verschiedene Möglichkeiten, Techniken, Motive, Farben... Und alle soooooo schööööön. (Schaut mal in die Link-Liste, zum Schauen und Staunen.)
Also ran an die Rollen.





Hier habe ich zwei benutzt: eine Schaumstoffwalze aus dem Baummarkt und eine Holzrolle aus der Kinderküche. Gedruckt wurde auf einfachem Druckerpapier mit Acrylfarben "essentials" (noch nicht der "Sanfte Morgentau", das kommt später).



Die Schaumstoffwalze eignet sich gut zum Grundieren. Mit wenig Farbe bekommt man einen zart-farbigen Untergrund, ohne dass das Papier zu steif wird oder sich wellt. Eigentlich dacht ich, ich könnte den Geflügelvogel aus Pappe unter das Papier legen, aber das funktionierte nicht. Da war die Schaumstoffwalze zu weich. Probiere ich beim nächsten Mal mit einer härteren Walze. So habe ich die Pappe auf das Papier gelegt und darüber gewalzt. Auch ein schöner Effekt.
Die Holzrolle habe ich mit ausgeschnittenen Moosgummiblättern beklebt (die unterschiedliche Richtung der Streifen war nicht geplant, Denkfehler beim Aufzeichnen).



Das Drucken funktioniert gut (die Walze hat das Drucken auch unbeschadet überstanden und könnte noch weiter benutzt werden), nur am gleichmässigen Farbauftrag muss ich noch arbeiten.





Auch, dass ich die erste Farbschicht erst wirklich gut trocknen lassen muss... nun Probieren geht über Studieren. Vor allem wenn das Probieren so viel Spass macht.
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

10. März 2018

Geschichten wie Tage #47

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben. Tagtäglich. Und festhalten will ich sie, erzählen, bebildern. Und hiermit fahre ich fort.



Ja, Kamele haben wir gesehen. Am Ausgang von Rahat standen sie und immer wieder bin ich fasziniert von ihnen, den Tieren und auch von ihrer bloßen Anwesenheit. Beeindruckend, dass es immer noch Beduinen gibt, die sich Kamele leisten (und Ziegen).



Und in den Hügeln gab es Schafherden.




Ja, die grünen Wiesen des Frühlings locken alle nach draußen. Uns auch. Wir haben einfach das Mittagessen in eine Kiste gepackt und sind in die Hügel östlich von Rahat gefahren. 







Wir trafen andere Familienausflügler, und auch drei Frauen, die Distelgewächse in große Säcke ernteten, mit dicken Handschuhen und Gartenscheren. Daraus soll Eintopf gekocht werden. Meine Schwiegermutter kannte es, kocht es aber selbst nicht.



Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag (bei uns geht morgen wieder die Schule los).
שלום, سلام، und macht's gut, Maren